Effiziente Energienutzung Dank Kraft-Wärme-Kopplung

Blockheizkraftwerke wandeln das Biogas in Strom und Wärme um. Der grüne Strom kommt ins Netz, mit der Wärme trocknen wir unser hochwertiges Spezialfuttermittel ProEnMune – so erreichen wir einen Gesamtnutzungsgrad von über 80%.

Ökologische Energie

Nachdem das Biogas aus den Fermentern aufbereitet wurde, folgt die eigentliche Energiegewinnung: Blockheizkraftwerke (BHKW) verbrennen das Methan und nutzen die kinetische Energie zur Stromerzeugung. Außerdem entsteht Wärme, wie bei jedem Verbrennungsmotor. Im Gegensatz zum Auto wird diese nicht einfach an die Außenwelt abgegeben, sondern gezielt zum Heizen oder Trocknen verwendet. Durch die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung nutzen Blockheizkraftwerke einen Großteil der eingesetzten Energie – man spricht von einem hohen Wirkungs- oder Nutzungsgrad (Nutzungsgrad = Nutzenergie Strom plus Nutzenergie Wärme dividiert durch Energieeinsatz). Ein modernes Großkraftwerk auf Steinkohlebasis erreicht einen Wirkungsgrad von ca. 45 Prozent, bei einem BHKW liegt er dagegen bei fast 90 Prozent. Und es gibt noch einen Vorteil: Bei der Verbrennung im BHKW fällt lediglich die Menge an Kohlendioxid an, die die Pflanzen vorher beim Wachsen gebunden haben – damit ist die CO2-Bilanz (im Gegensatz zur Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen) neutral. Aus diesem Grund stellen Biogasanlagen mit KWK einen wichtigen Baustein für die Energiegewinnung der Zukunft dar und tragen effektiv zur Verringerung des CO2-Ausstoßes und damit dem Erreichen der Klimaziele bei.

Die Blockheizkraftwerke in Soltau

In Soltau benutzen wir drei Jenbacher BHKWs vom Typ J420 GS. Insgesamt kommen wir so auf 5,6 MW thermische und 4,2 MW elektrische Energie, was dem Stromverbrauch von ca. 7.000 4-Personen-Haushalte entspricht. Die Wärme nutzen wir direkt vor Ort für die Herstellung unseres Spezialfuttermittels ProEnMune und zur Trocknung von Holzpellets. Die Trocknungsanlage können wir in ihrem Energiebedarf natürlich genau auf die Blockheizkraftwerke abstimmen. Das hat den Vorteil, dass wir nicht mit einer schwankenden Nachfrage rechnen müssen, wie es beispielsweise bei einer Nutzung durch Wohngebäude der Fall wäre. Auf diese Weise erzielen wir einen sehr hohen Wirkungsgrad von ca. 85 % und erfüllen die Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes für KWK-geführte NawaRo-Anlagen.

Trocknungsanlage

Die Abwärme der BHKWs wird über einen Wärmetauscher an ein Thermalöl abgegeben. Mit dem Öl wird anschließend Luft erhitzt, die von unten in den Trockner strömt, in dem zum Beispiel die flüssigen Hefezellschalen für unser Spezialfuttermittel ProEnMune getrocknet werden. Durch den Umweg über das Thermalöl ist sichergestellt, dass die Hefezellschalen keinen direkten Kontakt zum BHKW, zu dessen Abluft und dem Thermalöl haben.
Der Trockner besteht aus einem großen Stahltank, an dessen Boden sich ein Rotor befindet. Der Rotor ist mit kleinen, festen Schlägeln besetzt; durch diese Schlägel wird die heiße Luft in den Trockner gepresst. Von der Seite werden die flüssigen Hefezellschalen (sogenannte Hefemilch) eingedüst. Die Schlägel auf dem Rotor zerstäuben durch ihre schnelle Drehbewegung die Hefemilch in kleine Tropfen, die Feuchtigkeit verdunstet und wird als Wasserdampf aus dem Tank geleitet. Es entstehen trockene Hefezellschalen in unterschiedlicher Körnungsgröße, die in einem Sieb aufgeteilt und sortiert werden. Das Spezialfuttermittel ProEnMune wird in Säcke abgefüllt und steht zum Verkauf bereit. Wir bieten drei verschiedene Körnungsgrößen an.
 

Trocknungsanlage

Eine grafische Darstellung unseres Trockners sehen sie hier.